Vitiligo

Die Hautkrankheit Vitiligo wird auch Weißfleckenkrankheit genannt. Dieser Name beschreibt sehr anschaulich das Bild der Haut der Betroffenen. Durch eine Pigmentzellzerstörung sind bestimmte Zellen der Haut (Melanozyten) nicht mehr in der Lage den Hautfarbstoff Melanin zu bilden. Es bilden sich weiße, scharf begrenzte Flecken. Diese entstehen meist im Gesicht, an Ellenbogen, Kniestreckseiten, Hand- und Fußrücken und im Genitalbereich. Es kann aber auch jeder andere Bereich des Körpers und sogar die Haare betroffen sein. Vitiligo ist nicht ansteckend und nicht schmerzhaft.

Therapieformen:

Einige von Ihnen werden vielleicht schon festgestellt haben, dass Sie im Urlaub, wenn Sie sich längere Zeit in der Sonne aufhalten, beginnen zu repigmentieren. Denn bei den meisten Betroffenen sind rund um die Haarwurzeln noch Melanozyten gelegen, die durch die UV-Strahlung zum Wachstum angeregt werden können. Daher repigmentiert die weiße Haut zunächst vorwiegend mit braunen Flecken, die aussehen wir Sommersprossen. Diese Repigmentierungen können sich weiter ausdehnen und zusammenwachsen. Die Melanozyten können alternativ auch vom Rand in die weißen Flecken einwachsen.

UVB-311 nm – Lichttherapie

Die meisten Ärzte empfehlen eine Lichttherapie mit UVB 311 nm, auch Schmalband UVB genannt. Diese Lichttherapie gilt heute als Mittel der 1. Wahl. Behandelt wird bei Ihrem Hautarzt oder auch in Form einer Heimtherapie.

PUVA-Lichttherapie*

PUVA steht für die Behandlung mit Psoralen und UVA-Strahlung. Psoralen steigert die Lichtempfindlichkeit der Haut. Es kann in Form von Tabletten (systemische PUVA), als Bad (Bade-PUVA) oder als Creme (Creme-PUVA) verabreicht werden. Die Art der Therapie hängt von der Ausdehnung der weißen Flecken ab. Bei sehr großflächiger Vitiligo wird häufig die systemische PUVA angewendet, bei kleinflächiger und lokaler Vitiligo die Bade- oder Creme-PUVA. Generell ist mit einer Behandlungsdauer von etwa sechs bis zwölf Monaten zu rechnen.

Quelle: Vitiligo Ursachen & Therapie; Arbeitskreis Vitiligo

 

Nach DIN 5031 ist die Strahlung mit Wellenlänge kleiner als 380 nm kein Licht; der medizinische Sprachgebrauch weicht davon ab.

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